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Solare Klärschlammtrocknung in der Praxis
Erfahrungen auf der Kläranlage Glarnerland
Autoren: Hans-Rudolf Zweifel; Otto Fischli; Herbert Brauchli; Patrik Herrmann
Quelle: gwa 7/2001 des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfaches, Zürich
Zusammenfassung
Die ARA Glarnerland produziert jährlich etwa 4 000 t entwässerten Faulschlamm (Trockensubstanz TS 25 %), der durch Verbrennung in der KVA entsorgt wird. Die neue solare Klärschlammtrocknungsanlage der ARA nutzt die Sonnenenergie und die Abwärme des Blockheizkraftwerks zur partiellen Vortrocknung des Faulschlamms. In zwei Hallen wird der Faulschlamm von 5 % auf 40-50 % TS vorgetrocknet. Nach einem Betriebsjahr zeigte sich, dass etwa 600 t Wasser verdampft werden konnte und eine gute Verwertung der betriebseigenen Abwärme erreicht wurde. Die Anzahl der Straßentransporte konnte um 40 % reduziert werden, und es resultierte eine starke Reduktion der Entsorgungskosten.
Mit der Kraft der Sonne (Sonderdruck Entsorga Magazin)
Solare Klärschlammtrocknung in Norddeutschland mit Chancen
Autor: Martin Wittmaier, Jens Uwe Meyer, Björn Sawilla
Quelle: Entsorga Magazin, Ausgabe 06/2006
Zusammenfassung
Die Entsorgung von kommunalem Klärschlamm wird wegen des Deponieverbots und den Einschränkungen bei der landwirtschaftlichen Verwertung zunehmend durch thermische Behandlung erfolgen. Vor diesem Hintergrund wird die vorgeschaltete Klärschlammtrocknung an Bedeutung gewinnen. Durch das Trocknungsverfahren werden die Menge an Klärschlamm deutlich reduziert, der Heizwert erhöht und damit Transport und Entsorgung insgesamt billiger.
‘SolarMix’ - Innovation in Drying Technology (Australia 2005)
Autor: Nathan S. and Clarke B.
Quelle: 1. CabWater Caboolture Shire Council; 2. Arkwood Organic Recycling Pty Ltd; 3. Mixwell Specialized Transport Pty Ltd
Zusammenfassung
Die erste "Wendewolf"-Anlage in Australien wurde in Burpengary, Caboolture nördlich von Brisbane im Juli 2003 in Betrieb genommen. Die Anlage besteht aus einer Halle mit 12 x 100 m und läuft im Durchsatzbetrieb, d.h. der Schlammdurchsatz erfolgt kontinuierlich ohne Lagerung. Im Sommer wird mehr getrocknet im Winter weniger. Der Schlamm wird nach einer Verweilzeit von rund drei Wochen automatisch mit einem Bandförderer seitlich ausgetragen. Die Anlage wurde 2004 detailliert hinsichtlich der Verdunstungsleistung und der Reduktion der Keimzahlen vermessen. Die Verdunstungsleistung liegt im Mittel bei 9 kg/m²d, was etwa dem dreifachen Wert dessen entspricht, was in Mitteleuropa erreicht wird. Die Verringerung der Keimzahlen ist je nach Aufenthaltsdauer so stark, dass der getrocknete Klärschlamm als Biosolid der Klasse A eingestuft wird.
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